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Astraya: Atropine (Review)
| Artist: | Astraya |
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| Album: | Atropine |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Dark Rock |
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| Label: | These Hands Melt | |
| Spieldauer: | 45:19 | |
| Erschienen: | 24.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
'Atropine' sind Wirkstoffe in bestimmten Pflanzen der Gattung der Nachtschattengewächse und wirken einerseits sehr toxisch auf den menschlichen Organismus, sind andererseits aber auch als Medizinpräparat (z.B. in der Herz- und Notfallmedizin) essenzieller Bestandteil der Behandlungspalette.
Bezogen auf die Musik, die ASTRAYA auf ihrem zweiten Album servieren, trifft diese Analogie insofern zu, dass „Atropine“ einen ähnlich zwiegesichtigen Charakter aufweist. Die Stuttgarter klingen einerseits getragen und melancholisch. Verschleppt langsam groovende Stücke wie „In The Pale Glow Of Torches“ ergehen sich in doomiger Schwere, während sich das Gefühl von Weltschmerz in den Melodien und dem beinahe depressiv anmutenden Gesang von Melina Abele entlädt.
Andererseits grooven Titel wie „Arrival“ oder auch der leichtfüßige Start „A Spark Within“ deutlich lebensfroher, als es die monochrome Farbpalette des Artworks vermuten lässt. Die Gitarren transportieren vermehrt ein Gefühl von Wärme, ohne dass die übergeordnete Melancholie flöten geht. Dadurch bietet sich eine Band wie KATATONIA in einer möglichen Vorbildrolle für ASTRAYA an. Gelingt den Schweden dieser Spagat doch seit einigen Alben meisterhaft.
Der Titeltrack beschließt „Atropine“ schließlich als atmosphärischer Nachhall. In der Atmosphäre schwingt ein Gefühl von Endgültigkeit mit, das sich auch in den verhaltenen Klängen widerspiegelt. Die Gitarren mäandern abstrakt umher und verstärken den psychedelischen Ansatz, der sich immer mehr in den Gesang einschleicht, ehe das Finale mit markanten Doom-Referenzen endet.
FAZIT: ASTARYAs „Atropine“ lebt vornehmlich durch das Zusammenspiel von schwermütiger Stimmung, die jedoch immer wieder von Momenten der Wärme durchbrochen wird, und dem ätherischen Ansatz des Gesangs, der über der Musik zu schweben scheint. Damit trifft die Band ihr lyrisches Thema ganz gut. Denn ähnlich wie bei der schwierigen Dosierung toxischer Pflanzen ist auch die Musik von ASTRAYA nicht ganz einfach zu greifen. Die Stimmung braucht Zeit, um sich aufzubauen und voll ergründet zu werden. Gelingt das aber, dann wird der Hörer auch hier mit stimmungsvoller (Düster-)Musik belohnt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- A Spark Within
- Lighthouse
- In Devotion
- A Theorie Of Time
- Descendant Of A Dead Man
- Valley Of The Damned Part I
- In The Pale Glow Of Torches
- Arrival
- Valley Of The Damned Part II
- Atropine
- Bass - Tobias Hänsel
- Gesang - Melina Abele
- Gitarre - Benny Gölz, Tim Suske
- Schlagzeug - Klaus Wintermayr
- Myth of Dike (2022) - 11/15 Punkten
- Atropine (2026) - 11/15 Punkten
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