Partner
Services
Statistiken
Wir
Go Mahhh: Doppelgänger (Review)
| Artist: | Go Mahhh |
|
| Album: | Doppelgänger |
|
| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Psychedelic Rock, Fuzzrock |
|
| Label: | Noisolution | |
| Spieldauer: | 38:27 | |
| Erschienen: | 29.05.2026 | |
| Website: | [Link] |
Die Berliner von GO MAHHH setzen mit ihrem Debütalbum „Doppelgänger“ auf verschroben psychedelisches Musikkraut, das ein Lebensgefühl zwischen Kneipe, Pilzsuppe und Räucherkerzen vertont.
Nachdem der „High Mountain“ mit repetitiver Schwere kokettiert und eine gewisse Behäbigkeit (auch in den temporeicheren Momenten) an den Tag legt, bringt „Happy Satan's Reign“ eine verspielt lockere Note in die Musik ein. Dabei schiebt der groovende Bass die flippigen Gitarren unentwegt an, sodass selbst mancher Dröhn-Moment im Refrain unverhofft fröhlich klingt.
Eine „Blood Transfusion“ ist im Anschluss zwar nicht notwendig, aber auch im rein musikalischen Kontext überzeugt der Song mit etwas roherem Sound, der in gewisser Weise das Hippie-Gefühl der Stadt Berlin in die Musik transferiert, was der Flötenteil in der Mitte des Stücks zusätzlich unterstreicht.
Nachdem das repetitiv groovende „Anatoliosis“ u.a. durch den Einsatz einer indischen Tabla den exotischen Weltenbummler-Touch der Musik untermauert, schafft das Zwischenspiel „MSAZ-20“ kurzzeitig Raum zum Durchatmen, ehe „BBSBBQ“ mit basslastiger Rhythmik sofort in die Beine geht.
Das Muster klanglicher Wiederholung wird auch hier ausgiebig genutzt, wobei sich der psychedelisch-farbenfrohe Ansatz, den GO MAHHH mit diesem Album verfolgen, mit jedem Riff und jedem Groove-Pattern fortsetzt.
„The Sun King“ wirbelt dann ein wenig Wüstenstaub auf, schlurft aber eher gemächlich übers Parkett und drückt mit kraftvollem Groove dennoch auf die Tube, ehe „Mind Assault“ als psychedelischer Wirbelwind zwischen Tempo, ausgeflipptem Knarz-Sound und LSD-Synthesizer einen fiebrigen Schlusspunkt setzt.
FAZIT: GO MAHHHs „Doppelgänger“ klingt ein wenig wie aus der Zeit gefallen und verbindet Hippie-Ästhetik mit dräuenden Riffs und kraftvollen Grooves, die eindeutig mehr gen Rockmusik tendieren, als bloße Instrumenten-Streichelei zu sein. Dass sich die Band dabei kaum an etwaigen Vorbildern orientiert und ihre Einflüsse eher dezent in ein eigenes Soundbild bettet, verleiht dem Album eine nicht zu verachtende Eigenständigkeit, ohne dass die Musiker allzu sehr auf Extravaganzen setzen würden.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- High Mountain
- Happy Satan‘s Reign
- Blood Transfusion
- Anatoliosis
- MSAZ-20
- BBSBBQ
- The Sun King
- Mind Assault
- Bass - Ben McMahon
- Gesang - Leonard Traynor
- Gitarre - Leonard Traynor, Damian Lovazzano Razmilic
- Keys - Fabien de Monou
- Schlagzeug - Cash Hutchinson
- Sonstige - Leonard Traynor (Flöte), Cash Hutchinson (Tabla), Max Bastian (Saz)
- Doppelgänger (2026) - 11/15 Punkten
-
keine Interviews
Kontakt
