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Apolaustic: No Plentitude Without Suffering (Review)

Artist:

Apolaustic

Apolaustic: No Plentitude Without Suffering
Album:

No Plentitude Without Suffering

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Black Death Metal

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 40:47
Erschienen: 03.04.2026
Website: [Link]

Dass die musikalische Ausrichtung des alten Betätigungsfelds STORTREGN sowie die Ansässigkeit desselben in geographischer Nähe den Schweizer Romain Negro dazu inspiriert haben werden, sein Solo-Projekt APOLAUSTIC in vergleichbare klangliche Fahrwasser zu führen, dürfte nicht von der Hand zu weisen sein. Teil der Wahrheit ist aber auch, dass sich Negro ohnehin in der originären skandinavischen Melodic-Black-Metal-Szene beheimatet fühlt, wodurch dessen Einstand „No Plentitude Without Suffering“ zu einer regelrechten Schweden-Hommage gerät.

Wie bei allen neueren Veröffentlichungen in dieser Richtung (exemplarisch seien die aktuellen Releases von WINTER ETERNAL oder NINKHARSAG genannt) geht es hier weniger um die Frage, ob der gebotene Stoff genug Eigenständigkeit aufweist, sondern vielmehr darum, ob er sich qualitativ von der Konkurrenz absetzt sowie den alten Garden gerecht wird. So vollmundig wie VINTERLAND, UNANIMATED oder SACRAMENTUM als offenkundige Referenzgrößen vom Label heranzitiert werden, scheint gerade letzter Punkt schon beschlossene Sache.

Nun ja, das sehen wir dann…

Was man Negro, der sich hier alleinverantwortlich für Songwriting und Vocals zeichnet sowie ansonsten Gitarre, Drums und Bass von zwei Gastmusikern einspielen lässt, zugutehalten muss, ist die Tatsache, dass ihm auf Albumlänge ein ausgewogenes Verhältnis zwischen wilden Melodiegewittern, getragenen Midtempo-Parts und wehmutsvollen Leads gelingt. Zudem fällt positiv ins Gewicht, dass er zum Ende des Liedes hin nochmal einen draufzusetzen beabsichtigt. Zu nennen sind da das coole Blastbeat-Finale von „Fragments Of A Misty Journey“ sowie das Solo-Spiel am Schluss des nachfolgenden Tracks „Testimony Of An Obsolescent World“, welches in der Tat ein wenig nach Old-UNANIMATED tönt.

Weitere Akzente können gesetzt werden durch den Einsatz von Keyboards zur sphärischen Untermalung des Melodic-Death-Metal-affinen „Shining Amidst The Lights“, den Gebrauch einer Akustikgitarre (mit „Smells Like Dead Autumn Fire“ leiert man sich ein authentisches Lagerfeuer-Stück aus dem Ärmel) sowie komplett stilfremde, aber mutige Einlagen an der Trompete („Black Flame Reviver“). Kritisch zu sehen ist dabei der Umstand, dass dem Dreher nach geraumer Zeit etwas die Luft ausgeht und die Melodien insgesamt nicht so verfangen, wie man es von den großen Vorbildern gewohnt war. Der an den Drums etwas pappige Release wirkt – wie sollte es anders sein – natürlich aus der Zeit gefallen und hätte vor 30 Jahren sicherlich mehr Hörer als heutzutage aus den finsteren Kemenaten gelockt.

FAZIT: APOLAUSTICs Romain Negro hat mit „No Plentitude Without Suffering” einen soliden Einstand kreiert, der Schweden-Fans mit Melodic-Black-Metal-Vorliebe beglücken dürfte, auch wenn es ihnen nicht zu verdenken ist, wenn sie stattdessen zu den – immer noch besseren – Originalen greifen.

Tim Rahrbach (Info) (Review 58x gelesen, veröffentlicht am )

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10 Punkte
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Tracklist:
  • Devouring the Past (5:42)
  • Fragments from a Misty Journey (5:14)
  • Testimony of an Obsolescent World (5:02)
  • Shining Amidst the Lights (5:49)
  • Smells Like Dead Autumn Fire (0:57)
  • Black Flame Reviver (7:01)
  • De Feu et de Cendre (6:28)
  • Peregrination Towards Childhood Memories (4:34)

Besetzung:

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