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Braunkohlebagger: Angstapparat (Review)

Artist:

Braunkohlebagger

Braunkohlebagger: Angstapparat
Album:

Angstapparat

Medium: LP/Download
Stil:

Prog-Punk, Post-Hardcore

Label: Rookie Records
Spieldauer: 39:49
Erschienen: 12.09.2025
Website: [Link]

BRAUNKOHLEBAGGER aus Essen widmen sich auf „Angstapparat“, entsprechend des Albumtitels, dem Thema Angst. Das musikalische Vehikel der Wahl ist dabei marginal angeproggter Post-Hardcore, der im Fahrwasser von FJØRT auch mal das Terrain von Bands wie THE HIRSCH EFFEKT kreuzt.


Dabei musizieren die Herren aber nicht nur aus dem Kopf heraus, obwohl Themen wie die Angst vor Zwängen und staatlicher Kontrolle durchaus kopflastig erscheinen. Allerdings gefallen Stücke wie „Partyzeit“, oder auch der treibende Opener „Visionen“ relativ schnell durch ihre Dringlichkeit.


In Sachen Melodik und instrumentaler Dramatik rücken dabei (nicht zuletzt auch wegen der Stimmfarbe von Daniel Feja) MARATHONMANN ins Feld der Inspiration für „Angstapparat“, was durchaus von Qualität zeugt, denn es gibt sicherlich schlechtere Vorbilder.

Nicht zuletzt dank der direkt formulierten Texte gewinnt das Album immer mehr an Dringlichkeit und atmet (dem Titel entsprechend) eine neurotische Grundhaltung, zwischen Zwang und Starre. Das aufreibende und doch mitreißende „Maskenball“ vertont diesen Zwiespalt mit trotziger Energie, nicht als einziges Stück auf „Angstapparat“.


„Partyzeit“ rechnet auf zynische Weise mit der Funktionalität der Gesellschaft zwischen Arbeit, Aktienkurs und Kapitalismus ab, fällt musikalisch aber sehr spannend aus, auch weil manch progressiver Schlenker in eine mitreißende Gitarrenmelodie mündet.


Der Klebstoff zwischen der kantigen Prog-Hardcore-Attitüde ist derweil das mitreißend rockige Riffing, bzw. der treibende Groove, der sich in allen Stücken findet und der glücklicherweise stets die Oberhand über manchen Anflug von Griffbrettmasturbation gewinnt.


FAZIT: BRAUNKOHLEBAGGERs „Angstapparat“ spreizt sich gekonnt zwischen progressivem Punk und Post-Hardcore ein, wobei das übergeordnete Thema Angst nicht zur Lähmung der Musiker führt, sondern in drängende Songs verpackt wird, die zugleich komplex und eingängig klingen.

Dominik Maier (Info) (Review 85x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Visionen
  • Geschichte
  • Erdbeben
  • Maskenball
  • Partyzeit
  • Vielleicht
  • Leer
  • Hexenjagd
  • Stress
  • Gift

Besetzung:

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